Wettbewerb Baienfurt

3. Preis Städtebaulicher Wettbewerb mit Ideenteil u. architektonischem Realisierungsteil, Wohnareal Betonwerk Wolf, Baienfurt

FISCHER ARCHITEKTEN, Mannheim (www.werkstadt.com) mit Bunk & Münch Landschaftsarchitekten, Hamburg

Die Arbeit „Urbanes Dorf“ hat mit der Referenz an regionaltypische Baienfurter Hoftypen ein Quartier mit einem besonderen Charakter entwickelt. Dabei werden die Höfe aus verschiedenen Gebäudetypen gebildet und bekommen durch die Integration von sogenannten Chalets mit Satteldach eine sich gut in Umgebung einbindende Körnung.

Durch die Gruppierung der Höfe um den zentralen Quartiersplatz und Nachbarschaftsplätze, sowie deren Verbindung mit Gassen, entstehen spannende Raumsequenzen und Blickbeziehungen in den öffentlichen Räumen. Es ergibt sich eine Strukturierung in das Westquartier, das Ostquartier und das Unterdorf, sowie das Oberdorf an der neuen Erschließungsstraße im Norden. Die Orientierung in den Gassen wird dennoch als nicht einfach erachtet.

Die grünen Sockel fassen die Gebäude der Wohnhöfe zusammen, werden jedoch abhängig von der Nutzung der EG-Zonen und deren Interaktion mit den öffentlichen Räumen entscheidend wichtig für die Qualität und der öffentlichen Räume. Es wird jedoch kritisch hinterfragt, ob an diesem Standort und dem in der Auslobung vorgegebenen Programm ausreichend Nutzungen, die zu der notwendigen Belebung der öffentlichen Räume beitragen, umgesetzt werden können.

Die Erschließung der teilweise zweigeschossigen Tiefgaragen soll südlich von der Straße Rainpadent und nördlich durch die Anbindung an Mochenwanger Straße und die Kardelstraße mit Shared Spaces erfolgen. Das Quartiersinnere ist autofrei konzipiert. Die wichtige Unterbrechung der Kardelstraße für den Autoverkehr zwischen dem neuen Quartier und dem Bestandsgebiet östlich ist jedoch unklar. Die Freiraumqualität des Quartiersplatzes und der Nachbarschaftsplätze ist kleinstädtisch geprägt. Die großen Grundflächen der Gebäude, der hohe Anteil an harten Oberflächen und die nur kleinräumigen Grünflächen lassen jedoch keine durchgängige Durchgrünung. Die räumlichen Versätze der Freiräume verhindern zudem eine gute Durchlüftung als Beitrag zur stadtklimatischen Qualität. Positiv bewertet wird der Umgang mit dem Oberflächenwasser im Sinne des Schwammstadtprinzips, bei dem Regenwasser in den Vegetationsflächen der Plätze gesammelt, zurückgehalten und versickert oder abgeleitet wird. Auch die Umwandlung des Bestandsturm in einen Spiel- und Aussichtsturm und ein Mirobiotop wird begrüßt.

Das Wohnungsgemenge ist mit Geschosswohnungen, Loftwohnungen, Reihenhäusern und Chalettypen vielfältig angelegt, wobei der Beitrag der Chalets für den Baienfurter Wohnmarkt hinterfragt wird. Die Grundrisse zeigen eine überwiegend gute Wohnqualität, wobei einige Wohnorientierungen zur Sonne und hinsichtlich der Privatheit im engen dörflichen Gefüge kritisch gesehen werden. Die Ansichten zeigen eine sehr angemessene Maßstäblichkeit und integrieren strukturell die gewünschten Fassadenbegrünungen, die durch Dachbegrünungen der Flachdächer ergänzt werden.

Die vorgeschlagenen Holzbauweisen mit Holzfassade, auch als Referenz an regionale Fachwerkhäuser, und der vorgeschlagene Einsatz von RC-Beton werden als Beiträge zu Nachhaltigkeit positiv gewürdigt. Die von allen Projekten geringste Kompaktheit wirkt sich auch auf die Energieeffizienz negativ aus, während das Potential für die aktive Sonnenenergiegewinnung mit den PV-Anlagen im mittleren Bereich liegt.

Die Projektökonomie wird einerseits durch eine hohe BGF befördert, durch die geringe Kompaktheit und Kleinteiligkeit der Bebauung jedoch stark eingeschränkt. Weiterhin ist der Verkehrsflächenanteil der dörflichen Struktur sehr hoch und die Treppenanlagen zur Überwindung der Hangkante aufwendig. So zeigt die Arbeit insgesamt ein sehr gut hergeleitetes Konzept zu einem neuen eigenständigen Quartier in Baienfurt bei, das jedoch unterem wegen der hohen Kleinteiligkeit sehr schwer ökonomisch und nachhaltig umzusetzen ist.

www.competitionline.com

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